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Wallbox mit FI-Schalter – Typ A oder Typ B richtig absichern

Wallbox Mit Fi Schalter

Beim Anschluss einer Ladestation fürs E-Auto entscheidet der Fehlerstromschutz über Sicherheit und Kosten. Welcher Schutzschalter wirklich Pflicht ist und wo du beim Einbau sparen kannst, klären wir Schritt für Schritt. So weißt du vor dem Kauf genau, worauf es ankommt.

So sicherst du deine Wallbox mit dem passenden FI-Schalter ab

Eine Wallbox mit FI-Schalter gehört zu jeder sicheren Ladelösung im eigenen Zuhause. Der Fehlerstromschutz trennt die Stromzufuhr, sobald an der Ladestation oder im Fahrzeug ein Defekt auftritt, und schützt dich so vor einem gefährlichen Stromschlag. Bei PVundSO beraten dich erfahrene Elektrotechniker, welcher Schutz für deine Ladestation normgerecht und gleichzeitig wirtschaftlich ist. In diesem Ratgeber erfährst du, warum der Schutz vorgeschrieben ist, worin sich die FI-Typen unterscheiden und wie du mit der richtigen Wahl bares Geld sparst. So gehst du den Kauf deiner Wallbox gut informiert an und vermeidest teure Fehlentscheidungen.

Warum deine Wallbox einen FI-Schalter braucht

Ein FI-Schutzschalter für die Wallbox unterbricht den Stromkreis blitzschnell, sobald ein Fehlerstrom auftritt. Solche Fehlerströme entstehen durch beschädigte Isolierungen, eindringende Feuchtigkeit oder einen Defekt im Ladekabel. Fließt der Strom dann über deinen Körper zur Erde, wird es lebensgefährlich. Der Schutzschalter erkennt schon kleinste Abweichungen zwischen zu- und abfließendem Strom und schaltet innerhalb von Millisekunden ab. Ein FI-Schutzschalter für die Wallbox löst bereits bei 30 mA Differenzstrom aus, lange bevor der Strom für den Menschen bedrohlich wird.

Eine Ladestation stellt höhere Anforderungen als eine gewöhnliche Steckdose. Dein Auto wird über Stunden mit hoher Leistung geladen, häufig im Außenbereich und bei jedem Wetter. Genau diese Dauerbelastung erhöht das Risiko, dass irgendwann ein Fehler auftritt. Deshalb ist ein wirksamer Fehlerstromschutz für jede Wallbox vorgeschrieben.

Der Schutzschalter ergänzt den Leitungsschutzschalter, der nur vor Überlast und Kurzschluss schützt. Erst beide Bauteile zusammen machen deine Ladelösung sicher. Beim Thema Wallbox FI-Schalter geht es also immer um den gezielten Personenschutz, nicht um den Schutz der Leitung. Eine Wallbox mit FI-Schalter ist damit kein optionales Extra, sondern die Grundlage für den gefahrlosen Betrieb.

FI Typ A und FI Typ B im Vergleich

Beim Fehlerstromschutz für Ladestationen begegnen dir vor allem zwei Bauarten. Sie unterscheiden sich darin, welche Art von Fehlerstrom sie zuverlässig erkennen. Genau dieser Unterschied entscheidet später über die Kosten deiner Installation und über die Auswahl der passenden Komponenten.

Was ein FI Typ A erkennt

Ein FI Typ A erfasst sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme. Für die meisten Stromkreise im Haushalt reicht das vollkommen aus. Beim Laden eines Elektroautos können jedoch auch glatte Gleichfehlerströme entstehen, weil die Ladeelektronik im Fahrzeug den Strom umwandelt. Diese glatten Gleichfehlerströme sieht ein reiner FI Typ A nicht.

Ein FI Typ A Wallbox Aufbau ist deshalb nur dann normkonform, wenn eine zusätzliche Einrichtung die glatten Gleichfehlerströme überwacht. Diese Aufgabe übernimmt eine sogenannte DC-Fehlerstromerkennung, die ab 6 mA auslöst.

Wann ein FI Typ B nötig ist

Ein FI Typ B erkennt zusätzlich glatte Gleichfehlerströme und deckt damit alle relevanten Fehlerarten allein ab. Eine Wallbox mit FI Typ B ist dadurch besonders flexibel einsetzbar, aber auch deutlich teurer. Ein FI Typ B Wallbox Modul kostet schnell ein Mehrfaches eines vergleichbaren Typ A.

Für die meisten Privathaushalte lohnt sich die teure Variante nur dann, wenn die Ladestation die Gleichfehlerströme nicht selbst überwacht. Hat die Wallbox eine eigene Erkennung an Bord, ist der Aufpreis für Typ B überflüssig.

Was die DIN VDE 0100-722 vorschreibt

Die maßgebliche Norm für Ladeinfrastruktur ist die DIN VDE 0100-722. Sie verlangt, dass jeder Ladepunkt vor Fehlerströmen geschützt wird und bei einem glatten Gleichfehlerstrom ab 6 mA sicher abschaltet. Ein reiner Wechselstromschutz, wie er in älteren Installationen üblich war, genügt damit nicht mehr.

Konkret muss der Schutz bei einem Bemessungsdifferenzstrom unter 30 mA Wechselstrom und 6 mA Gleichstrom auslösen. Ist ein FI-Schutzschalter für Wallbox notwendig, geht es also nicht um irgendeinen FI, sondern um eine Lösung, die beide Fehlerstromarten abdeckt. Ein einfacher Haushalts-FI erfüllt diese Vorgabe nicht. Genau hier scheitern viele ältere Installationen, die noch ohne Rücksicht auf die Anforderungen der E-Mobilität geplant wurden. Vor dem Anschluss einer Ladestation gehört der bestehende Stromkreis deshalb auf den Prüfstand.

Die Norm lässt dir zwei Wege offen. Du nutzt entweder einen FI Typ B oder einen FI Typ A in Kombination mit einer 6 mA DC-Fehlerstromerkennung. Beide Varianten sind gleichwertig sicher, unterscheiden sich aber deutlich im Preis. Welcher Weg günstiger ist, hängt allein von der Ausstattung deiner Wallbox ab.

Wallbox mit integriertem FI-Schalter oder externe Lösung?

Viele moderne Ladestationen bringen den nötigen Schutz bereits mit. Eine Wallbox mit integriertem FI-Schalter spart dir zusätzliche Komponenten im Sicherungskasten und damit Platz und Kosten. Trotzdem solltest du genau ins Datenblatt schauen, was tatsächlich integriert ist, denn die Hersteller setzen unterschiedliche Lösungen ein.

Vorteile einer integrierten DC-Fehlerstromerkennung

Manche Geräte enthalten eine Wallbox mit integriertem FI Typ B, andere setzen auf eine integrierte 6 mA DC-Fehlerstromerkennung. Im zweiten Fall genügt extern ein günstiger FI Typ A, weil die Ladestation den kritischen Gleichanteil selbst überwacht. Diese Bauweise hat sich im Privatbereich durchgesetzt.

Die integrierte Erkennung erfüllt dieselbe Schutzwirkung wie ein Typ B, kostet aber spürbar weniger. Du sparst beim Anschluss bares Geld, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen. Zusätzlich bleibt dein Sicherungskasten übersichtlicher, weil ein teures Typ-B-Bauteil entfällt. Genau deshalb ist diese Lösung für die meisten Eigenheime die wirtschaftlichste Wahl.

Die Sofar Solar Wallbox mit integrierter DC-Erkennung

Ein gutes Beispiel ist die Sofar Solar Wallbox aus unserem Sortiment. Dieses Wallbox 11 kW mit FI-Schalter Konzept setzt auf eine integrierte 6 mA DC-Fehlerstromerkennung und einen Typ-2-Anschluss. Für die Absicherung reicht dadurch ein FI Typ A, ein teurer Typ B ist nicht nötig.

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Die Sofar Solar Wallbox lädt dein Auto mit bis zu 11 Kilowatt und eignet sich besonders für das Laden mit eigenem Solarstrom. Über die Steuerung passt du die Ladeleistung an deinen Bedarf an und nutzt bevorzugt den Strom vom eigenen Dach. Weil der DC-Schutz schon im Gerät steckt, fällt deine Installation einfacher und günstiger aus.

Wer auf eine FI Typ A Wallbox mit integrierter DC-Erkennung setzt, verbindet Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Du erfüllst alle Vorgaben der Norm und sparst dir trotzdem das teure Typ-B-Bauteil. Für die allermeisten Eigenheime ist das die passende Kombination aus Schutz und Preis.

Welcher FI-Schalter für deine Wallbox der richtige ist

Welcher FI für Wallbox Anschlüsse sinnvoll ist, hängt vor allem von der Ausstattung deiner Ladestation ab. Hat sie keine eigene DC-Erkennung, brauchst du einen FI Typ B. Bringt sie die 6 mA Erkennung mit, reicht ein FI Typ A und du sparst beim Material.

Für E-Mobilität empfehlen Fachleute einen FI Typ A EV oder Typ F EV. Diese Schutzschalter wurden gezielt für die Belastungen beim Laden entwickelt und sind robuster als ein einfacher FI-Schalter für Wallbox Installationen. Achte außerdem auf einen Bemessungsstrom, der zur Ladeleistung passt, bei 11 Kilowatt sind das in der Regel 40 Ampere. Auch ein eigener, nur für die Wallbox reservierter Stromkreis gehört zu einer sauberen Installation.

Planst du langfristig ein zweites Fahrzeug oder eine spätere Erweiterung, lohnt sich ein vorausschauend dimensionierter Anschluss. Ein FI-Schalter für Wallbox Installationen sollte dann genug Reserve für zusätzliche Lasten bieten. So vermeidest du, dass bei jeder Erweiterung der Sicherungskasten erneut umgebaut werden muss.

Installation und Anmeldung deiner Wallbox

Den Anschluss einer Wallbox darf ausschließlich eine Elektrofachkraft vornehmen. Sie prüft den Zählerschrank, wählt den passenden Leitungsquerschnitt und bindet den FI-Schutzschalter für Wallbox Anlagen korrekt ein. So ist sichergestellt, dass dein Fehlerstromschutz normgerecht arbeitet und im Ernstfall zuverlässig auslöst.

Jede Ladestation bis 11 Kilowatt musst du außerdem beim Netzbetreiber anmelden. Stärkere Anschlüsse brauchen sogar eine ausdrückliche Genehmigung. Deine Elektrofachkraft unterstützt dich in der Regel auch bei diesen Formalitäten und füllt die nötigen Unterlagen aus. Eine sauber dokumentierte Installation ist später auch für Förderungen und Versicherungen wichtig. Die Kosten für Schutzschalter und Anschluss bewegen sich je nach Aufwand meist im niedrigen dreistelligen Bereich. Sparst du dir durch eine Wallbox mit integriertem FI-Schalter das teure Typ-B-Bauteil, fällt die Rechnung am Ende spürbar niedriger aus.

Besonders günstig wird das Laden mit eigenem Solarstrom. In Kombination mit unseren PV-Anlagen tankst du die Sonne vom eigenen Dach, statt teuren Netzstrom zu beziehen. Wie das im Alltag funktioniert, zeigt unser Ratgeber zum Thema E-Auto mit Balkonkraftwerk laden. Für die Planung der passenden Anlage hilft dir unsere Checkliste PV-Anlage weiter.

Häufige Fragen zur Wallbox mit FI-Schalter

Ist ein FI-Schutzschalter für Wallbox notwendig?

Ja. Eine Wallbox mit FI-Schutzschalter ist vorgeschrieben, denn jede Ladestation muss vor Wechsel- und Gleichfehlerströmen schützen. Ohne diesen Schutz ist der Betrieb weder sicher noch normgerecht.

Reicht ein FI Typ A für die Wallbox?

Ein FI Typ A reicht, wenn die Ladestation eine integrierte 6 mA DC-Fehlerstromerkennung besitzt. Fehlt diese, ist ein FI Typ B nötig, der die glatten Gleichfehlerströme selbst erkennt.

Warum ist ein FI Typ B oft teurer?

Ein FI Typ B muss alle Fehlerstromarten allein abdecken, auch glatte Gleichfehlerströme. Diese Technik ist aufwendiger und macht das Bauteil deutlich teurer als die Kombination aus Typ A und integrierter DC-Erkennung.

Darf ich den FI-Schalter selbst einbauen?

Nein. Der Einbau gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie stellt sicher, dass der Schutz korrekt dimensioniert, sauber angeschlossen und normgerecht dokumentiert ist.

Fazit

Eine Wallbox mit FI-Schalter ist die Grundlage für sicheres Laden zu Hause. Die DIN VDE 0100-722 verlangt einen Schutz, der auch glatte Gleichfehlerströme ab 6 mA erkennt. Dafür hast du zwei Wege. Entweder setzt du auf einen teuren FI Typ B oder auf die günstigere Kombination aus FI Typ A und integrierter DC-Fehlerstromerkennung. Moderne Geräte wie die Sofar Solar Wallbox bringen diese Erkennung bereits mit und sparen dir Kosten beim Anschluss. Welcher Schutz für deine Situation am besten passt, klären unsere Elektrotechniker gern persönlich mit dir.

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